Wie geht es weiter in Kempen?
Einzelhandel, Gastronomie, Kleingewerbetreibende und Künstler in Kempen, St. Hubert, Tönisberg und Schmalbroich/Unterweiden sichern, die unmittelbar infolge der durch den Corona-Virus COVID-19 ausgelösten Pandemie in eine existenzgefährdende wirtschaftliche Schieflage bzw. in massive Liquiditätsengpässe geraten sind und dieser Liquiditätsengpass nicht mit Hilfe sonstiger Eigen- oder Fremdmittel ausgeglichen werden kann. Der aktuell verordnete Stillstand des öffentlichen Lebens darf nicht zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen.
Auch in schwierigen finanziellen Zeiten für die Stadt, bei wahrscheinlich wegbrechenden Gewerbesteuerzahlungen, ist es unsere Aufgabe und Pflicht als Lokalpolitik, gestalterisch tätig zu werden.
Wir müssen das großartige und über die Stadtgrenze hinaus bekannte Einkaufserlebnis unserer Stadt für das gesamte Stadtgebiet in die Zukunft retten. Einzelhandel, Gastronomie, Kleingewerbetreibende und Künstler müssen auch nach der Corona-Pandemie noch da sein!
Notwendige Unterstützungsmaßnahmen für unseren Einzelhandel, Gastronomie, Kleingewerbetreibende und Künstler im gesamten Stadtgebiet müssen jetzt (!) auch von Seiten der Stadt finanziell unterstützt werden – und zwar schnell und umfassend und unbürokratisch.
Es geht darum, die Liquidität zu sichern.
In einem ersten Schritt sind die Gebühren für die Nutzung städtischer Flächen solange im Jahr 2020 nicht zu erheben wie die Corona-Schutz-Verordnung des Landes NRW gilt (aktuell bis zum 19.04.2020). In der „Nach-Corona-Zeit“ bietet sich eine Stundung der fälligen Gebühren an, um den „Neustart“ – zumindest für drei weitere Monate – nicht zu gefährden.
Eine weitere Art der Unterstützung kann durch eine temporäre Gewährung eines anteiligen monatlichen Zuschusses der Mieten oder auch die Übernahme von Bürgschaften durch die Stadt sein.
Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Gestaltungsfonds hilfreich, der die zu erwartenden Zahlungen durch Land und Bund jetzt (!) vorfinanziert, wobei in der Folge die gewährten Übergangshilfen zurückzuzahlen sind. Die Mittel sollen ausschließlich als Überbrückung dienen, um eine drohende Insolvenz abzuwenden.
Es bringt uns nichts, wenn die Stadt am Ende der Corona-Pandemie „verödet“ ist, weil wir heute nicht mutig genug waren, Einzelhandel, Gastronomie, Kleingewerbetreibende und Künstler zu unterstützen.
Wir müssen heute stabilisieren, wofür Kempen steht – für eine liebenswerte und weltoffene Stadt mit einem pulsierenden Miteinander.
Bleiben sie gesund!
Ihre
Fraktion BÜNDNIS´90/DIE GRÜNEN
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