Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dellmans,
die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt zur nächsten Sitzung des Umwelt- und Klimaausschusses am 01.06.2023 den folgenden Antrag:
Der Erhalt von altem Baumbestand in Privatbesitz ist auch für die Allgemeinheit von überragendem Interesse. Die Verwaltung wird deshalb gebeten bis zur nächsten Sitzung einerseits zu prüfen, unter welchen Rahmenbedingen ein Förderprogramm für die Pflege von alten Bäumen in Privatbesitz durch die Stadt Kempen eingerichtet werden könnte und welche finanziellen und personellen Folgen sich daraus für das Haushaltsjahr 2024 ergeben würden und andererseits die Umsetzung vorzubereiten.
Begründung:
Bäume auf dem eigenen Grundstück bieten viele Vorteile. Sie spenden Schatten im Sommer und schützen vor unliebsamen Blicken auf das eigene Grundstück.
Neben den Vorteilen für die Eigentümer nutzen sie aber auch der Allgemeinheit und dem Ökosystem. Sie binden CO2 und spenden Sauerstoff. Sie kühlen durch ihren Schattenwurf und ihre Verdunstungsleistung. Weiterhin sind sie Lebensraum für viele heimische Tierarten. Daneben profitiert das Stadt- und Landschaftsbild von schön gewachsenen Bäumen.
Mit zunehmendem Alter und Größe des Baumes treten Pflegearbeiten auf, um lange Freude an einem Baum zu haben. So kann es je nach Art, Wuchs und Umwelteinflüssen zu Schäden am Baum kommen. Durch baumpflegerische Maßnahmen können Fehlentwicklungen vermieden werden und der Baum lange erhalten bleiben.
Ein Förderprogramm ist eine Maßnahme, die dem Schutz des Baumbestandes dient, zu mehr Baumpflanzungen im privaten Bereich führen kann und ein Anreiz zur Unterhaltung und zum Erhalt von Altbäumen darstellt. In den aktuellen Zeiten des Klimawandels und der zunehmenden heißen Sommer ist es besonders notwendig, sich um die Bäume zu kümmern.
Die Städte Nettetal und Viersen haben schon oder beabsichtigen ein Förderprogramm „Altbaum“ aufzulegen. So fördert die Stadt Nettetal die Pflege- und Sanierungsarbeiten an Bäumen/Holzgewächsen mit einem Stammumfang von 150 cm oder mehr. Erstattet werden bis zu 50% der anfallenden Kosten, maximal jedoch 500 € pro Maßnahme (vgl. https://www.nettetal.de/de/dezernat3/foerderprogramm-altbaum/).
Ein entsprechendes Programm soll auch in der Stadt Viersen aufgelegt werden (vgl. https://rp-online.de/nrw/staedte/viersen/stadt-viersen-legt-foerderprogramm-fuer-altbaumpflege-auf_aid-78163391).
Solch ein Förderprogramm ist auch für die Stadt Kempen sinnvoll.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim Straeten Dr. Helmut Niehaus Dr. Michael Rumphorst
Fraktionsvorsitzender Sachkundiger Bürger Stadtverordneter
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