Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dellmans,
in der Ratssitzung am 15.01.2024 waren Anwohner*innen aus dem Voescher Wohngebiet „An der Furth“ anwesend. Ein Anwohner berichtete von seit Wochen mit Wasser überlaufenen Kellern und hat unmissverständlich klar gemacht, in welcher Notsituation sich die Anwohnenden befinden. Aus persönlichen Austauschgesprächen die wir geführt haben, können wir an dieser Stelle mitteilen, dass die Bewohner*innen mental am Ende sind und vereinzelt auch mit Existenzängsten kämpfen. Wie man der Antwort des Dezernenten Torsten Schröder entnehmen konnte, war der Stadt Kempen die Notlage der Bürger*innen schon bekannt. Seiner Ausführung nach handle es sich, unter anderem, um eine „Ausnahmesituation“ aufgrund der andauernden hohen Niederschläge der letzten Monate.
Die Annahme, es handle sich um eine Ausnahmesituation, teilen wir nicht.
Unter wissenschaftlichen Aspekten wird aufgrund des Klimawandels erwartet, dass es in Zukunft zu weiteren Starkregenereignissen kommen wird. Der Klimawandel führt zu einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperaturen, was wiederum zu veränderten Wetterbedingungen führt. Diese Veränderung können zu intensiveren Niederschlägen und damit zu erhöhtem Risiko von Starkregenereignissen führen.
Es ist wichtig, dass Kommunen und andere Akteur*innen sich auf diese Veränderungen vorbereiten und geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen von Starkregenereignissen zu minimieren und die Resilienz der Siedlungsgebiete zu stärken.
Die Vorsorge gegen Schäden bei Starkregenereignissen besteht aus einer Vielzahl von Maßnahmen, die in der Verantwortung der Kommune und anderen Akteur*innen liegt.
Insbesondere sollten diese Maßnahmen drauf ausgerichtet sein, Niederschlagswasser von Siedlungsgebieten fernzuhalten.
Für die Ratssitzung am 25.01.2024 stellt die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN folgende Anfrage:
- 1. Wie wirken sich Starkregenereignisse in den Kempener Stadtteilen, insbesondere Voesch, St. Hubert und Schmalbroich aus?
- 2. Hat die Verwaltung persönlich Kontakt zu den betroffenen Anwohner*innen in Voesch aufgenommen?
- 3. Besteht schon ein kommunales Handlungskonzept wie mit künftigen Starkregenereignissen und den daraus resultierenden Problemen in der Kommune umgegangen wird?
- 4. Welche Maßnahmen wurden bisher von der Stadt Kempen getroffen, um unsere Siedlungsgebiete zu schützen?
- 5. Welche Maßnahmen wird die Stadt Kempen in Zukunft ergreifen, um vorsorglich Schäden bei Starkregenereignissen zu mindern und bestenfalls zu verhindern?
Mit freundlichen Grüßen
Joachim Straeten Nicole Marquardt Paula Straeten
Fraktionsvorsitzender Vorsitzende Umwelt- und Klimaausschuss Stadtverordnete
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