Nach langer Überlegung und Diskussion stimmen die Grünen den Bauplänen der Firma Schmitz zu.
Nachdem Anfang des Jahres die Pläne der Firma Schmitz für das denkmalgeschützte Haus Peter Str. 20 und der rechts und links anschließenden Häuser in der Öffentlichkeit bekannt wurden, regte sich Widerstand aus der Bevölkerung, was zur Folge hatte, dass sich die Bürgerinitiative „Denk mal an Kempen“ gründete.
Durch ihre Öffentlichkeitsarbeit wurden immer mehr Bürger*innen informiert und der Widerstand nahm zu.
Die unsägliche Sitzung des damaligen Bau- und Denkmalausschusses am 17. März 2014 ist vielen Bürger*innen und auch uns noch sehr stark in Erinnerung.
Der Dezernent Herr Kahl wollte den Tagesordnungspunkt zur Löschung des Denkmals Peter Str. 20 aus der Denkmalliste im nichtöffentlichen Teil behandelt wissen, was durch die Ausschuss Mitglieder verhindert wurde.
Die Denkmalinitiative forderte, genau wie die Grünen und die SPD, den Denkmalschutz für Peter Str. 20 zu erhalten und die Pläne zur Überbauung so zu ändern, dass der gesamte Komplex in das Straßenbild integriert ist.
Herr Schmitz jun. nahm den Widerstand aus der Bürgerschaft sehr Ernst und begann mit einem neuen Architekten neu zu planen. Die neuen Pläne wurden allen Fraktionen und der Bürgerinitiative vorgestellt, bevor sie auch der Verwaltung vorgelegt wurden. Bedenken und Anregungen wurden von Herrn Schmitz aufgenommen.
Dafür zollen wir Grünen Herrn Schmitz jun. unseren größten Respekt. Er hatte den Mut, die alten Pläne ad acta zu legen, um noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Auch der bisher in Kempen unbekannte Weg zunächst die Fraktionen als die gewählten Bürgervertreter von den Plänen in Kenntnis zu setzen zeigt ein Demokratieverständnis und den Willen zu Transparenz, wie wir es uns für alle weiteren Bauvorhaben in Kempen wünschen.
Der Verwaltung, vor allem dem Dezernenten Herrn Kahl, aber auch dem Bürgermeister empfehlen wir etwas mehr Sensibilität für die Bürger*innen und die Bereitschaft zur Transparenz und Bürgerbeteiligung.
Die neuen Pläne zum Bauprojekt unterstützen wir, weil die denkmalwerte Fassade Peterstr. 20 erhalten bleibt und auch die Bauhöhe und die Dachgestaltung sich gestalterisch dem Altstadtcharakter anpasst.
Unabhängig von diesem Bauvorhaben bleiben wir jedoch bei unserer Forderung aus dem Jahr 2007 „bezahlbaren Wohnraum“ in Kempen- auch in Innenstadtnähe– zu ermöglichen und planungsrechtlich umzusetzen.
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