INTERNATIONALER TAG DER KINDERRECHTE 2021

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes, kurz UN-Kinderrechtskonvention, wurde am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen und trat am 2. September 1990 in Kraft.

Das Übereinkommen gilt als ein Wegweiser für die Schaffung einer kinderfreundlichen Gesellschaft. Durch die Konvention werden Kinder erstmalig als Inhaber von Rechten und Freiheiten, d.h. als eigenständige Rechtssubjekte, angesehen. Sie sind also mehr als nur Objekte des internationalen Rechts, deren besondere Schutzbedürftigkeit betont wird.

Jedes Kind hat das Recht auf eine Kindheit. Seit 31 Jahren garantiert dies die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Doch trotz zahlreicher Fortschritte fehlen immer noch Millionen Kindern die nötigen Voraussetzungen für ein gutes Aufwachsen.

Die Kinderrechte gelten für alle Kinder auf der Welt.

So steht es seit 1989 in der Kinderrechtskonvention der Vereinigten Nationen.

1. Recht auf einen Namen

2. Recht auf Gesundheit

3. Recht auf Bildung

4. Recht auf Spiel und Freizeit

5. Recht auf Information und Beteiligung

6. Recht auf Schutz vor Gewalt, Privatsphäre, aber auch Schutz im Internet

7. Recht auf Eltern

8. Recht auf Schutz vor Ausbeutung

9. Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht

10. Besondere Rechte geistig oder körperlich behinderter Kinder

Mehr und mehr Mädchen und Jungen sind von Armut, Hunger, Kriege, Flucht und Ausbeutung betroffen.

Kein Kind sollte hungern müssen!

Kein Kind sollte arbeiten müssen, anstatt zur Schule zu gehen!

Kein Kind sollte auf der Straße schlafen und in Angst leben!

Kein Kind sollte fliehen müssen!

Kein Kind sollte Gewalt und Diskriminierung erfahren!

Doch die Realität sieht leider anders aus!

Die Klimakrise, die Covid-19-Pandemie und lang andauernde Konflikte haben die in den vergangenen Jahrzehnten erzielten Fortschritte beim Kampf gegen Hunger und Mangelernährung ins Stocken gebracht. Unter den Folgen leiden vor allem Kinder: Sie tragen durch Nahrungs- und Nährstoffmangel langfristige Wachstums- und Entwicklungsschäden davon. Nach Berechnungen von Save the Children drohen weltweit 5,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren zu verhungern, wenn nicht schnell gegengesteuert wird. In Konflikt- und Krisengebieten hat sich die Ernährungssituation für Kinder besonders zugespitzt, etwa in Syrien, im Jemen, in Afghanistan, in Burkina Faso und im Südsudan.

Die Welt steht vor enormen Herausforderungen. Der Klimawandel, wachsende Armut und die gravierenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie bedrohen das Leben und die Zukunft besonders der jungen Generation.

Umso wichtiger ist es, auf die Situation der Kinder und Jugendlichen aufmerksam zu machen und ihre Anliegen und Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen.

Alle Menschen haben Rechte – so steht es im Grundgesetz. Aber Kinder haben ganz eigene Bedürfnisse. Sie brauchen besonderen Schutz und besondere Förderung. Leider wird politisch in Deutschland immer noch darüber gestritten, ob die Kinderrechte eine besondere Stärkung im Grundgesetz bekommen sollen.

Die Stimmen der Kinder zählen

Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, mitzuentscheiden, wenn es um ihr Leben und ihre Zukunft geht. Dennoch werden sie meist kaum gehört und ihre Belange immer wieder hintenangestellt.

Die Coronakrise hat die Lage der Kinder in den ärmsten Ländern dramatisch verschärft. Auch bei uns in Deutschland wurde achtlos über Kinderrechte hinweggegangen. Unter dem Lockdown leiden sie ganz besonders: kein Unterrichtsbesuch, kein Sport im Verein, kaum Treffen mit Freunden und keine Mitspracherechte. Das Infektionsschutzgesetz nimmt auf Kinder wenig Rücksicht.

Um die Rechte der Kinder nach der UN-Kinderrechtskonvention umzusetzen, sind Politik, Wirtschaft und auch die Gesellschaft in der Verantwortung. Die Zukunft der Kinder und damit die Zukunft der Gesellschaft hängen entscheidend davon ab, dass Kinder in den ganz unterschiedlichen Lebenskontexten, in denen sie aufwachsen, die Zuwendung, Unterstützung und Förderung erfahren, die es ihnen ermöglicht, ihre Zukunft selbst zu gestalten.

Es gibt keine Entschuldigung dafür, den Kindern eine gute fürsorgende und friedliche Kindheit vorzuenthalten, in der sie ihre Fähigkeiten voll entfalten können!

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