Am 09.04. 2015 trafen sich Bürger*innen der Wartsbergsiedlung mit uns zu einem regen Gedankenaustausch im Vereinsheim „Zur luftigen Höhe“.
Sehr schnell war klar, dass eines der vorrangigsten Probleme die Wohnsituation in der Wartsbergsiedlung ist. Die Mehrfamilienhäuser mittlerweile im Besitz einiger Immobilienfirmen werden seit Jahren weder saniert noch gepflegt. Die Mieten sind zwar relativ gering, aber die Nebenkosten vor allem für Wärme immens hoch. Das bedeutet sogar für einige Bewohner, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, Probleme mit den Behörden, die nicht bereit sind, diese hohen Heizkosten mit zu tragen und ankündigen, den Regelsatz zu kürzen, was natürlich zu großen Ängsten führt. Auch die Pflege der teils großen Außenanlagen (Rasenflächen) wird nur unregelmäßig und schlecht ausgeführt, was dazu beiträgt, dass das äußere Erscheinungsbild der Siedlung immer schlechter aussehen lässt.
Dazu sind einige Wohnungen so feucht, dass es immer mehr zu Schimmelpilzbefall kommt und sogar in mehreren Kellerräumen ständig Wasser steht.
Weiterer Kritikpunkt war u.a. die Straßenbeleuchtung. Auf der einzigen Straße vom Ort Tönisberg in die Siedlung sind Straßenlaternen so platziert, dass es weder möglich ist, mit einem Kinderwagen, noch mit einem Rollator den Bürgersteig zu nutzen.
Für die älteren Bewohner wird es immer schwieriger, von der einzigen Bushaltestelle an der Moränenstr. den „Berg“ hinauf zum Wartsberg zu kommen. Hier wurde von den Bürger*innen eine Haltestelle oben „auf der Höhe“ angeregt. Dazu wäre ein „Wendehammer“ erforderlich, denn es gibt ansonsten keine Wendemöglichkeit für einen Bus.
Die seit Jahren von der Verwaltung und Teilen der Politik zugesagten Ruhebänke an der Straße entlang fehlen immer noch, so dass die älteren Bewohner*innen der Siedlung zu Fuß kaum noch runter in den eigentlichen Ort kommen.
Es war deutlich festzustellen, dass die Bewohner*innen der Wartsbergsiedlung kein großes Vertrauen mehr in Verwaltung und Politik haben. Seit Jahren wurde viel versprochen und wenig bis nichts gehalten. Dazu hat auch das Geschehen rund um den Zechenturm mit dem unsäglichen Verhalten der Verwaltung, der CDU/FDP/FW beigetragen.
Wir werden die Sorgen und die berechtigten Forderungen sehr ernst nehmen und auf dem politischen Weg alles tun, dass sich die Bürger*innen der Wartsbergsiedlung nicht als Bürger*innen 3. Klasse fühlen müssen.
Auch hier leben Steuerzahler*innen, die ein Recht darauf haben, dass ihr Umfeld ebenso bedacht wird, wie das der Kernstadt.
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