Im Kommunalwahljahr war der Ludwig-Jahn-Sportplatz ein heißes Thema für alle Parteien. Die CDU beantragte eine Machbarkeitsstudie für einen Schulneubau auf dem historischen Ludwig-Jahn-Sportplatz in derStadtmitte. Die Kempener Grünen beantragten im Jahr 2020, mögliche Alternativen prüfen zu lassen, um den Ludwig-Jahn-Sportplatz zu erhalten, bevor es zu einer finalen Ratsentscheidung kommt.
Die Machbarkeitsstudie liegt seit vergangener Woche vor und es gibt eine alternative Möglichkeit, den Ludwig-Jahn-Sportplatz zu erhalten. Für die Grünen reicht jedoch die aktuell skizzierte Darstellung der Machbarkeiten für einen seriösen Entscheidungsprozess nicht aus.
„Ohne Berücksichtigung von aussagefähigen ökologischen und pädagogischen Kriterien haben wir mit dieser Machbarkeitsstudie keine Entscheidungsgrundlage“, so Joachim Straeten, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Durch den intensiven Austausch bezüglich aller Varianten mit der Verwaltung gibt es eine neue Erkenntnis für die Kempener Grünen – Wir haben noch Zeit und andere alternative Planungen sind möglich!
Die eigentliche Planungsphase des Neubaus beginnt erst in fünf Monaten – Anfang 2022. Den Grünen wurde versichert, selbst mit einer möglichen Sondersitzung des Rats im November 2021 wird sich an dem geplanten Start nichts ändern. Es gibt Möglichkeiten, den Sportplatz nicht zu bebauen, Eingriffe in den Baumbestand, eine Flächenversiegelung zu minimieren und einem pädagogischen Konzept gerecht zu werden.
Es ist nach unserem Anspruch nicht ausreichend, lediglich die erforderliche (Raum)Fläche „irgendwie“ in einem Gebäude unterzubringen, sondern es muss zwingend bei der Planung des Gebäudes das umfangreich erarbeitete und in Teilen bereits gelebte pädagogische Konzept der Gesamtschule Berücksichtigung finden. Leider werden die vorgestellten Varianten 3 (Z-Form) und 4 (L-Form) diesem Anspruch nicht gerecht.
So ist eine Cluster-Bildung – gemeinsame Lern-und Aufenthaltsbereiche für die Jahrgänge 5/6 und7/8 – in beiden Varianten nicht umsetzbar, da aufgrund der Viergeschossigkeit in jedem Geschoss lediglich ein Jahrgang untergebracht werden kann. Auch erinnern die Ausmaße der Hauptgebäudeteile in beiden Varianten
Variante 3 = 83 x 17,5m
Variante 4 = 100 x 18m
sehr an die klassischen Flurschulen der 60er/70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die uns bei der Ertüchtigung unserer Gesamtschule zu einer Schule der Zukunft auf keinen Fall genügen dürfen.
Von daher wird nun von den GRÜNEN eine Erweiterung der Machbarkeitsstudie um eine zusätzliche Variante beantragt. Die Machbarkeitsstudie muss auch die ökologischen Aspekte bei allen Varianten berücksichtigen.
Zeitlich sei die Planung einer weiteren Variante umsetzbar, wurde uns im Austausch mit der Verwaltung mitgeteilt. Mit diesem seitens der Verwaltung neu kommunizierten Zeitpuffer, spricht für die GRÜNEN auch nichts mehr gegen die Forderung der SPD, nochmals Bürger*innen, Sportvereine und Schule in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.
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