Utopie oder Zukunft?
„Cradle to cradle“ heißt übersetzt „Von Wiege zu Wiege“ und ist dem linearen „Von der Wiege bis zur Bahre“-Gedanken entgegengesetzt. Produkte sollen nicht darauf angelegt sein, irgendwann zu Müll zu werden, sondern quasi endlos recyclebar sein.
Durch C2C Mehrwert schaffen!
Auf Einladung der GroenLinks Freunde aus Venlo (Nl.) waren die Grünen des Kreises Viersen, natürlich auch mit Kempener Grüne zur Besichtigung des neuen Cradle to Cradle Rathauses in Venlo.
Die neue Stadtverwaltung verkörpert die Ambition der Stadt und Region nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft „Cradle to Cradle“ (C2C) zu gestalten. Das Gebäude wurde nicht nur nachhaltig ( sprich weniger schlecht) konzipiert, sondern leistet auch einen positiven Beitrag für Mensch, Umwelt, Klima und Wirtschaft.
Am 14. Oktober war es soweit: Im niederländischen Venlo wurde das weltweit erste Öko-Rathaus eingeweiht, das „mehr als nur nachhaltig“ sein soll. Das Gebäude hat elf Geschosse, bietet Platz für 900 Mitarbeiter – und soll eine Ikone des neuen grünen Bauens werden. Ein Haus, das „wie ein Baum“ ist, das gute Luft produziert, den Wasserhaushalt stabilisiert, seine eigene Energie produziert und nach dem Ende seiner Nutzungszeit wieder als Rohstoff für neue Gebäude zur Verfügung steht.
Das mächtige Gebäude sieht schon von Ferne ungewöhnlich aus, besonders wenn man von Norden kommt. Die Fassade ist üppig begrünt. Mehr als hundert Pflanzenarten bilden die begrünte Fassade, in der sich auch Insekten und andere Tiere tummeln. Der Bewuchs, der mit aufgefangenem Regenwasser bewässert wird, ist Teil der Dämmschicht und schützt vor Hitze. Auffällig ist außerdem ein Gewächshaus, das einen Teil der obersten beiden Stockwerke einnimmt. Beides dient als reinigende „grüne Lunge“, durch die die Luft im Öko-Rathaus sauberer wird als die in der Umgegend. Die Glasfassade im Süden ist so konzipiert, dass die Sonne das Gebäude im Winter erwärmt, im Sommer aber nicht überwärmt. Zusätzlich sorgt ein „Sonnen-Schornstein“ für eine Durchlüftung der Räume durch natürlicher Konvektion. Im Süden, Osten und Westen des Gebäudes sind 300 Quadratmeter Solarpanele installiert, die Strom produzieren. Ein künstliches Feuchtgebiet ist im Innenhof angelegt, es reinigt das „graue“ Abwasser aus dem Rathaus, das dann wieder zur Toilettenspülung und Bewässerung verwendet wird.
Dieses Rathaus soll eine Ikone grünen Bauens werden und Vorbild für viele.
Sehr spannend und beeindruckend!
Wenn wir in Kempen über ein neues Rathaus nachdenken, sollte man vorher einen Besuch in Venlo machen!
Nachtrag: Der Besuch erfolgte. Bürgermeister, Verwaltung und Vertreter*innen der anderen Fraktionen sind unserer Einladung gefolgt. Wir hoffen, wir konnten ein Umdenken bewirken.
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