In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei Synagogen.
Ein trauriges Datum, an das traditionell mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung des Kempener Geschichts- und Heimatvereins, sowie der Stadt Kempen erinnert wird. Leider muss die Veranstaltung am Mahnmal und in der Patreskirche in diesem Jahr wegen der steigenden Corona Zahlen und dem Lockdown abgesagt werden.
Es wird seitens der Stadt am Mahnmal an der Umstraße ein Blumengebinde abgelegt und eine Kerze des Gedenkens aufgestellt.
Jede und Jeder der möchte ist dazu eingeladen, persönlich an die Opfer des Holocaust zu denken und vielleicht auch eine Kerze zu entzünden.
Die Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch zynisch Kristallnacht bzw. Jahrzehnte später Reichspogromnacht genannt, waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich.
Am 9. November 1938 rufen die Nationalsozialisten dazu auf, jüdische Geschäfte und Synagogen zu zerstören. Die Judenverfolgung erreicht mit der Reichspogromnacht eine neue Dimension
In der Reichspogromnacht eskaliert die seit Jahren andauernde antisemitische Diskriminierung zu blanker Gewalt. In einem sorgfältig inszenierten Pogrom lässt das NS-Regime jüdische Gotteshäuser und Geschäfte verwüsten. Jüdische Menschen werden verhaftet, misshandelt und in Konzentrationslager verschleppt. Viele von ihnen wurden umgebracht oder verhungerten.
Gerade in dieser Zeit wäre es angesichts der islamistischen Anschläge in Wien, Nizza, Paris und vielen anderen Städten, genau so wie die vielen rassistischen oder antisemitischen Gewalttaten von Rechtsradikalen wichtig gewesen, daran zu erinnern.
Wir dürfen bei der Bekämpfung von Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nicht inne halten. Denn es geht nicht allein um Juden, um Türken, um Schwarze, um Obdachlose, um Schwule. Es geht um dieses Land, es geht um die Zukunft jedes einzelnen Menschen in diesem Land.
Neuste Artikel
Fahrradfreundliches Kempen
Unsere Anfrage: Aufhebung der Einbahnregelung für den Radverkehr auf der Straße „An Eulen“
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dellmans, die Straße „An Eulen“ in St. Hubert verbindet die Bahnstraße mit der Brunnenstraße. Aus Fahrtrichtung Bahnstraße ist dieser Weg mit dem Verkehrszeichen 240 StVO als gemeinsamer Geh- und Radweg gekennzeichnet. Die Nutzung durch andere Verkehrs- teilnehmer ist grundsätzlich untersagt. Durch das angebrachte Zusatzzeichen 1020-30 „Anlieger frei“ wird allerdings Anliegern die…
Asyl- und Menschenrechte
Unsere Anfrage: Transparenz über Selbstzahler, Kostenkalkulation und Angemessenheit der Gebühren in Übergangswohnheimen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dellmans, mit dieser Anfrage bittet die Fraktion B´90 / DIE GRÜNEN die Stadtverwaltung um Auskunft zu den in Übergangswohnheimen der Stadt Kempen untergebrachten Selbstzahlern (Personen, die eigenes Einkommen haben und keine laufenden Sozialleistungen nach SGB II, SGB XII, AsylbLG etc. beziehen).Ziel ist es, eine transparente Grundlage für die Bewertung der Rechtmäßigkeit…
Sicherheit
Unsere Anfrage: Verkehrliche Situation an der Moorenringgasse / Kleinbahnstraße / St. Huberter Straße im Bereich des Bahnübergangs – Prüfung kurzfristiger Entlastungsmaßnahmen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dellmans, die Fraktion B´90/DIE GRÜNEN bittet die Verwaltung um Beantwortung der nachfolgenden Fragen in der Ratssitzung am 16.12.2025 – hilfsweise 1. Fachausschuss im Jahr 2026 – zur verkehrlichen Situation im Bereich Moorenringgasse / Kleinbahnstraße / St. Huberter Straße / Bahnübergang, insbesondere mit Blick auf die zunehmende Belastung durch Rückstaus bei geschlossenen…
Ähnliche Artikel