Dazu lädt der Kempener Geschichts- und Museumsverein am 09. November um 19.30 am Mahnmal für die ehemalige Synagoge Umstraße 15 ein.
Ein heute 91 jähriger Kempener wird uns an diesem Abend an seine Erinnerungen aus dieser Zeit und der Reichspogromnacht teilhaben lassen.
Der 9. November 1938 gehört zu den dunkelsten Kapiteln der deutschen Geschichte.
In der „Reichspogromnacht“ brannten jüdische Geschäfte und Synagogen, jüdische Menschen wurden verschleppt oder ermordet.
Auch in Kempen brannte die Synagoge an der Umstraße, den jüdischen Menschen wurde Gewalt angetan, ihre Wohnungen verwüstet, sie wurden gefangen genommen und in Konzentrationslager gebracht, Familien wurden auseinander gerissen und zum größten Teil ermordet.
Die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 steht für den Antisemitismus in Deutschland und den Wandel hin zu einer Entwicklung, die in einer „Endlösung der Judenfrage“ im Sinne der Ermordung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich mündete.
Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in Europa.
Für die meisten Menschen handelt es sich bei der Erinnerung an die Reichspogromnacht um eine Geschichte, die sie vielleicht von Augenzeugen erzählt bekommen haben, oder, sehr viel wahrscheinlicher lediglich aus Büchern, Filmen und Bildern kennen. Und das zeigt schon die Herausforderung, vor der wir heute, im Jahr 2019 und den kommenden Jahren stehen. Es geht darum, das Geschehene nicht einfach zum historischen Ereignis werden zu lassen, sondern die Erinnerung wach zu halten und zwar in dem Sinne, dass daraus eine Verantwortung für Gegenwart und Zukunft erwächst.
Vor dem Hintergrund des extrem-rechten Angriffs am Jom Kippur (dem höchsten jüdischen Fest) auf die Synagoge in Halle ist es umso wichtiger, darauf hinzuweisen, was antisemitische Hetze schon einmal in diesem Land anrichtete.
Monika Schütz-Madré
Stadtverordnete
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