Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellt zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz am 05.11.2018 folgenden Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt im Rahmen der Bauleitplanung im Kempener Westen
1.
einen angemessenen Anteil der Baufläche als stadteigenen Grundbesitz für die Errichtung von preisgebundenen Wohnungen (mindestens 200 bei geplanten 1.000 Wohneinheiten) zu erwerben, wobei hier eine 4-Geschossigkeit maßstabbildend sein kann. Das Management dieser Immobilien ist dem städtische Liegenschaftsamt zuzuordnen.
2.
den Kempener Westen im Sinne eines ressourcenschonenden Wohnquartiers zu entwickeln (weniger Rohstoffe, emissionsarme Baustoffe, ökologische Kreislaufwirtschaft).
Begründung:
Derzeit wird eine Rahmenplanung für die Entwicklung im Kempener Westen erarbeitet. Nach erfolgter Flächennutzungsplan-Änderung ist die schrittweise Umsetzung des Rahmenkonzepts in die verbindliche Bauleitplanung vorgesehen.
Zu 1.
Die Bautätigkeit der letzten Jahre in Kempen zeigt, dass der private Wohnungsmarkt nicht in der Lage ist, quantitativ und qualitativ alle Bevölkerungsgruppen mit bezahlbaren Wohneinheiten zu versorgen. In Marktsituationen mit einer wachsenden Nachfrage ist davon auszugehen, dass vor allem einkommensknappe Bevölkerungsgruppen zunehmend Schwierigkeiten haben, sich aus eigener Kraft mit Wohnraum zu versorgen.
Dazu gehören nicht nur Personen, die soziale Transferleistungen empfangen, sondern z.B. auch Auszubildende, Studenten, Geringverdiener, Alleinerziehende, Familien und Senioren.
Ein Immobilienmanagement in städtischer Verantwortung zu übernehmen, stellt darüber hinaus eine eigene Steuerungsmöglichkeit im Wohnungsmarkt dar.
Die deutliche Verknappung und Verteuerung des Wohnungsangebotes in der Stadt Kempen erfordert neue Konzepte. Dass immer mehr Menschen um die wenigen Wohnungen, die auch für Einkommensschwächere bezahlbar sind, konkurrieren ist nicht länger tragbar.
Zu 2.
Die Gleichgewichte der Natur so wenig wie möglich zu verändern, Wohlstand und einen Zugewinn an Lebensqualität zu erzeugen werden einer der größten Herausforderungen der Zukunft sein. Bauen und Wohnen ist der Bereich, der besonders intensiv in bestehende Gleichgewichte eingreift, weil gerade hier große Mengen an Ressourcen verwendet werden und die Bauten über einen langen Zeitraum benutzt werden.
Der Baubereich gehört zu den ganz großen Ressourcenverbrauchern in Deutschland und bisher ist es kaum gelungen, hier nennenswerte Verbesserungen zu erreichen. Von daher gilt es Baustoffe auszuwählen, die mit möglichst geringem Material- und Energieeinsatz hergestellt wurden. Es gilt, Baustoffe zu finden, die möglichst langlebig sind und sich am Ende ihrer Lebensdauer gut wiederverwerten oder anders verwenden lassen und somit über die Kriterien der üblichen Bauweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. des noch im Beratungsprozess befindliche GebäudEenergieGesetz (GEG) hinausgehen.
Mit freundlichen Grüßen

Joachim Straeten
Fraktionsvorsitzender
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